Es ist die Abwechslung von Meer und Bergen, die diese an Buchten reiche Landschaft auszeichnet. Wie die Smaragd-Grotte in Conca dei Marini und der Fiordo di Furore sind diese oft nur vom Meer aus erreichbar.
Das gesamte Küstengebiet ist sehr steil und an einigen Stellen stürzt es aufgrund seiner extremen Neigung geradezu ins Meer. In bestimmten Abschnitten zwischen Positano und Vietri sul Mare ist die Natur bis heute fast gänzlich unberührt.
Die „Terrassengärten“, angelegt für den Anbau von Zitrusfrüchten, bilden das unvergleichliche Charakteristikum dieser Gegend. Die Zitronen, die voll an den Küstenbäumen auf den Terrassenanlagen wachsen, sind von solcher Qualität - süß, minimal säuerlich und derart vollen Geschmacks -, dass sie auch als „Brot“ bezeichnet werden, insofern man sie ohne Probleme in Scheiben genießen kann, als Dessert mit oder ohne Beigabe einer Prise Zucker.
Davon zeugt auch eine Legende, nach der die Einwohner von Minori den Papst mit einem großen Korb voll Zitronen und anderen Zitusfrüchten überzeugt haben sollen, Ihnen den ehemals verloren gegangenen Bischofssitz zurück zu geben.
Über die Verwendung in Vanillecreme hinaus dienen die Zitronen der Amalfi-Küste heute vor allem der Herstellung des berühmten „Limoncello“, eines besonders aromatischen Likörs, erkennbar an seiner hellgelben Farbe und seinem herrlichen Zitronenduft.
Amalfi lockt beständig Touristen aus aller Welt, die von dessen Lichtverhältnissen und Schönheit angezogen werden, von einem Ort immerwährenden Frühlings.
Die farbigen Schattierungen, die von Stunde zu Stunde variieren, machen das Meer absolut unvergleichlich. In diesem wahren Paradies auf Erden verflechten und überlagern sich Geschichte und Legende und schaffen eine untrennbare Einheit.
Der Sage des Herkules zufolge, liebte der übermenschlich starke Halbgott eine Nymphe mit dem Namen Amalfi, doch war seine Liebe nur von kurzer Dauer. Als sie starb, wollte Herkules ihr ein Grab am schönsten Platz der Welt errichten, und um sie unsterblich zu machen, benannte er die von ihm an diesem Ort errichtete Stadt nach ihr. Historisch wurde die Siedlung hingegen nach dem Tod Konstantins gegründet.
Ihre Wurzeln lassen sich auf römische Familien zurückführen, die auf dem Seeweg nach Konstantinopel von einem Unwetter im Golf von Policastro überrascht wurden und an dieser Stelle „Amelphes“, das heutige Amalfi, gründeten.
Positano wird als Perle der Amalfi-Küste bezeichnet.
Es ist auf der ganzen Welt für seine Landschaft berühmt: Die weißen Häuschen, die sich an einem zum Meer geneigten Hügel aneinanderdrängen. Das klare Meerwasser, die charakteristische Architektur aus schmalen Gässchen, Toren und Treppen, seinen Boutiquen, wo die berühmte positanische Mode angeboten wird, und seine eindrucksvollen Strände machen aus diesem Städtchen eine Attraktion, die man nicht missen darf.
Am Steilhang reckt sich ein 50 Meter hohes, den Horizont beherrschendes Tuffsteinrelief empor. Das intensive Grün der Vegetation auf seiner Spitze vermischt sich mit den Farben des historischen Zentrums von Sorrent.
In der Antike waren Sorrent und seine Küste ein Ort, wo die mythischen Sirenen die Seefahrer anlockten, weshalb eine der möglichen etymologischen Wurzeln von sirenide stammen könnte.
Seine zerklüfteten Küsten mit den versteckten Buchten und Klippen, vor denen sich die antiken Seefahrer so fürchteten, gehören heute zu den Perlen Kampaniens.
Von Sorrent aus kann man darüber hinaus den wundervollen Ausblick auf Capri, Ischia und die Bucht von Neapel genießen, in dessen Hintergrund der Vesuv emporragt.
Im historischen Zentrum finden sich noch heute Spuren einer alten hier verlaufenden Römerstraße sowie die Verteidigungsmauern aus dem 16. Jahrhundert. Nicht verpassen sollte man Piazza Tasso, den Dom aus dem 15. Jahrhundert und die Kirche San Francesco d’Assisi mit ihrem Kloster aus dem 14. Jahrhundert, dessen Architektur teils noch arabische Elemente aufweist. Hier kann man das Museum Correale mit seinen griechischen und römischen Sammlungen, dem Porzellan aus Capodimonte und einer umfangreichen Gemäldesammlung besuchen. Nicht zuletzt lockt das pittoreske Fischerdörfchen in Marina Grande.
Die traditionellen Spitzenprodukte der Region sind der Limoncello di Sorrento, die Pasta di Gragnano und die Milcherzeugnisse, unter denen vor allem die Burrini und der Provolone del monaco (Käse) hervorstechen, die aus Agerola und den Monti Lattari stammen. Mit ihren regionaltypischen Gerichten weiß die traditionsreiche Gastronomie ihre Gäste zu verführen: seien es Gnocchi alla Sorrentina, Spaghetti mit Walnüssen, Spaghetti alla Sorrentina oder gefüllte Tintenfische nach Sorrentiner Art.